Fruchtbarer Boden ist keine Selbstverständlichkeit

Jährlich werden allein in Deutschland ca. 45.000 Hektar Boden bebaut und versiegelt. Im selben Zeitraum verlieren wir weltweit ca. 6-10 Millionen Hektar Ackerflächen.
Die Bodenfruchtbarkeit nimmt seit vielen Jahren rasant ab, ein großer Teil der Böden ist ausgelaugt oder von Erosion betroffen.

Bereits in den 70er Jahren forderten Bodenkundler gesetzliche Maßnahmen zum Schutz der Böden; seit 1999 gibt es das Bundes-Bodenschutzgesetz.

Das Gesetz fordert u. a.

 

  • den Erhalt von Hecken, Feldgehölzen, Feldrainen und Ackerterrassen,
  • den Erhalt und die Förderung der biologischen Aktivität durch entsprechende Fruchtfolgegestaltung,
  • den Humusgehalt des Bodens durch ausreichende Zufuhr an organischer Substanz und durch Reduzierung der Bearbeitungsintensität zu erhalten.

Im November 2015, zum Ende des Internationalen Jahres des Bodens, fand ein Kongress im Europäischen Parlament statt.

 “Warum es auf den Boden ankommt – eine europäische Perspektive”.

Was ist ein lebendiger Boden

Qualität und Verfügbarkeit aller Lebensmittel und des Futters für unsere Tiere hängt allein von der Qualität der aktiven obersten Bodenschicht ab. Boden ist mehr als ein Substrat zur Pflanzenproduktion.
Boden ist ein lebendiger Organismus, der atmet, der wie ein Verdauungssystem arbeitet und der ein Nerven- und Kommunikationssystem der Pflanzenwurzeln beherbergt. In der Natur finden wir diese Prozesse meistens noch, doch landwirtschaftlich bearbeiteter Boden hat kaum noch eine Chance, als sensibler Organismus zu funktionieren.

Die Wahrnehmung dieser seiner ureigensten Aktivitäten hängt entscheidend davon ab, in welchem Umfang wir ihm die optimalen Bedingungen dazu gewähren. Wie jedes lebende Wesen benötigt er eine gewisse Menge Luft, Wasser und Nahrung. Und wie jedes lebende Wesen reagiert er auf Chemikalien, unverträgliche Nahrung (falsche Düngung, Monokultur, fehlerhafte Fruchtfolge) und Ansprache (Bewirtschaftung) zum falschen Zeitpunkt.

Das Wunderbare:
Je besser wir die Lebensbedingungen für diesen Organismus Boden gestalten, umso gesünder wird er und

  • beschenkt uns mit gesunden Lebensmitteln,
  • filtert und speichert Regenwasser,
  • bindet und speichert enorme Mengen Kohlenstoff

Nachhaltigkeit findet statt, wenn alle gewinnen,
Boden und Bewirtschafter!


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Erst kennenlernen, dann bewirtschaften!

Die Bodenstruktur stellen wir beim Begehen und Bearbeiten fest, eine Spatenprobe gibt uns einen Hinweis auf die Tiefe der Bewurzelung unserer Pflanzen, und die Konsistenz des Bodens können wir beim Zerreiben mit unseren Fingern spüren. Um einen Einblick in die Verhältnisse der Bodenbestandteile zueinander zu erhalten, bedarf es einer Bodenuntersuchung.

Das Untersuchungsergebnis erklären wir, sowie die zu ergreifenden Maßnahmen. Von der erfaßten Ausgangssituation, den Startbedingungen, kann der Boden stetig mit ganz natürlichen Mitteln (Gesteinsmehle, Hofdünger, Kompost, Zwischenfrüchte, u.a.) ausgeglichen und verbessert werden.
Nun können wir den Boden nicht einfach mit allem gleichzeitig überfrachten. Die Bodenorganismen stellen sich auf das neue Angebot ein, entweder über einfache Vermehrung, oder über die Entstehung weiterer Stämme, und mit viel Glück kommt nützliches „Personal“ mit einer Gabe Kompost oder durch das Wurzelsystem von Leguminosen hinzu.

Der Prozeß kann einige Jahre dauern, so wie die meisten nachhaltigen Verbesserungen.
Um die Qualität der Feldfrucht bereits in der Übergangszeit zu gewährleisten, nämlich solange das Bodenleben die Pflanzenwurzeln noch nicht optimal versorgen kann, ist der Einsatz von Blattdüngern (natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente) empfehlenswert.

Wir beleuchten den Laborbericht zusätzlich aus einem ganz anderen Blickwinkel als dem stofflichen, nämlich aus energetischer Sicht.

Ohne Energie kein lebendiges Wesen. Keine chemische Analyse beantwortet die Frage nach dem Unterschied eines lebendigen und eines toten Wesens derselben Art, die äußerlich völlig gleich aussehen. Da ist diese unsichtbare Energie, die Lebensenergie, die alles bewegt.

Ganz gewöhnliche Parameter wie der pH-Wert, die Leitfähigkeit, die totale Kationenaustauschkapazität, die Basensättigung und der Kohlenstoffgehalt verraten uns etwas über den energetischen Zustand des Bodens.

Herbizide, chemische Düngemittel oder einfach Vernachlässigung können den Böden Energie entziehen. Selbst organische Dünger wie Mist und Gründünger können einen energetischen Kurzschluß hervorrufen. Das kann passieren, wenn frischer Stallmist ausgebracht und dazu noch tief eingepflügt wird, oder wenn ein Bestand von Gründünger direkt eingearbeitet wird, ohne ihn zuvor zu mähen und etwas anwelken zu lassen. Auch ein Wiesenumbruch kann folgenschwer sein. Unkräuter, Nacktschnecken, Läuse, Drahtwürmer, Pilzkrankheiten, das sind nicht etwa Angriffe auf unsere Flächen. Wir allein schaffen die Bedingungen dafür!

Und das Gute an unserer Eigenverantwortlichkeit: Wir können alles zum Guten wenden.

Gepflegter Hofdüngers läßt den Boden richtig aufleben.

Bereits im Stall bindet die Rotteführung der Einstreu Stickstoff und Kohlenstoff, anstatt diese wertvollen Substanzen der Atemluft zu überlassen. Dasselbe gilt für die Gülle. Stickstoffbindung (anstatt Ammoniak in der Atemluft) und Mineralisierung bereits im Stall verbessern den Düngewert und gleichzeitig das Stallklima.

Den Stallmist nicht einfach abkippen, sondern sofort  mit dem Düngerstreuer in Mieten aufsetzen und zudecken, um Verluste durch Abatmen und Auswaschen zu vermeiden.

Die Suche nach einem geeigneten Labor möchten wir unseren Kunden ersparen. Mit viel Glück fanden wir weltweit zwei davon, das eine in Minnesota/USA, das andere in Australien. Der Fairness halber müssen wir sagen, es gibt noch einige mehr, doch sie bearbeiten keine Bodenproben von anderen Kontinenten.

Übertrieben? Nein.

Die üblichen Labors untersuchen zwar Ihre Bodenprobe, jedoch lediglich im Hinblick auf „pflanzenverfügbare Nährstoffe“, und meistens wollen sie am pH-Wert den Kalkbedarf ablesen. In der Natur funktioniert das alles anders.

„Unsere“ Labors untersuchen den Boden tatsächlich um des Bodens willen, weil sie bestrebt sind, den Boden wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das ausgewogene Verhältnis der Elemente zueinander führt zu einer guten Struktur, die wiederum gute Voraussetzungen für das Bodenleben schafft. Zunächst benötigt das Bodenleben Nahrung, damit die Bodenfruchtbarkeit gewährleistet wird. Diese sorgt dann für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Ganz wichtig:
Nicht die Pflanze düngen, sondern zuerst den Boden, damit sich die Pflanzen an den dort durch das Bodenleben aufbereiteten Stoffen bedienen können!